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Im Fadenkreuz - Verheddert bis zum Gehtnichtmehr

TEN SING Münster - Abgeschmeckt  - Das Beste für die Gäste

Ein Auftrag, ein Mord, zwei Kommissare. So war der Stand um 19:20 Uhr am 08.09.2012 im Bürgerhaus Kinderhaus. Was vielleicht wie eine reale Mordabsicht klingt, war doch nur das neue Theaterstück von TEN SING Münster. Mit der Premiere im Bürgerhaus ging die 1 ½ jährige Showvorbereitung zu Ende und die Showphase begann. Nicht ganz ausverkauft, aber dennoch sehr gut gefüllt kam also „Im Fadenkreuz – Verheddert bis zum Gehtnichtmehr“ auf die Bühne. Die Entstehung des Titels ist vielleicht so kurios wie die gesamten vorangegangen 1 ½ Jahre. Denn eigentlich sollte das Stück „Kriminaltandem – Reinfall auf zwei Rädern“ heißen. Aber da weder das vorher angedachte Tandem noch ein wirklicher Reinfall präsentiert werden konnte, entschied man sich, spontan den Titel umzuändern.

Aber fangen wir doch noch weiter vorne an. Nach dem MiWo im Sauerland Mitte Mai waren schnell die ersten Ideen und Lieder für die neue Show im Kopf. Es dauert daher auch nicht lange, bis das erste Probenwochenende im Johannes-Busch-Haus stattfand. An diesem ProWo wurde u. a. das Theaterstück dem Rest der Gruppe präsentiert und damit ein Meilenstein für die kommende Show gelegt. Auch die Tänze begannen bereits am ersten ProWo zu üben.

Vom ersten Probenwochenende zurück kam die Showvorbereitung erst einmal ins Stocken, denn ein viel größeres Event warf seine Schatten voraus. TEN SING Münster sollte in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern. Und das mit allen TEN SINGern, die es in 25 Jahren gab. Vom 06. – 08. Juni 2012 war es dann soweit. Freitags lud die aktuelle Gruppe zu einer „normalen“ Freitagsprobe für Jedermann ein. Es wurde ein Lied geprobt, welches am Samstag präsentiert wurde. Viele Gesichter vergangener Generationen haben schon Freitags den Weg in die Markuskirche gefunden um ein altes TEN SING-Feeling zu erleben. Der Samstag stand dann ganz im Rahmen der Feierlichkeiten. Vorab wurde morgens an allen Ecken der Kirche gewerkelt und geschraubt, damit die Kirche auch mit einer großen Bühne 25 Jahren TEN SING Münster gerecht wurde. Am Abend standen dann sechs verschiedene Bands aus diversen Jahrgängen auf der Bühne. Selbst die Gründerband hatte den Weg aus ganz Europa wieder nach Kinderhaus gefunden. Ein besonderer Abend für viele, welcher mit einem überwältigenden Abschlusskreis und einer feucht fröhlichen Feier endete.

Nach diesem großartigen Wochenende sollte aber wieder der Alltag in die Showphase einkehren. Kurze Zeit später ging es auch schon zum zweiten Probenwochenende. Da sich lange Zeit keine mögliche Lokalität dafür auffand, entschied man sich eigentlich schon, das zweite ProWo auch in Münster abzuhalten. Zehn Tage vorher tat sich dann aber doch noch ein altes Bauernhaus in Emsdetten auf, welches fast ideal war. So kamen alle aus Münster raus und die Motivation konnte noch gesteigert werden.

Das Wochenende verlief aber dann doch etwas anders als erwartet, denn das Theaterteam wünscht einen Videodreh für einen Einspieler während der Show. So wurde dafür am ProWo auch Zeit eingeräumt. Doch dass sich der Dreh über fast den ganzen Samstag zog, war nicht klar gewesen. Machte aber eigentlich auch nichts, denn dabei war viel Spaß und Action zu sehen, zumindest für die Beteiligten. Da der Weg zu kurz für eine Busreise war, entschied man sich für die Variante der Mitfahrgelegenheit. So kam es auch, dass die ganz Meute TEN SINGer am Sonntag noch einen Abstecher bei McDonalds machte.

Nun ging es also in die heiße Phase über. Da die Show kurz nach den Sommerferien stattfand, waren sich alle einig, dass noch vor den Ferien die komplette Show stehen müsse. Naja, es war allen klar, aber wie es nunmal bei TEN SING so ist, kam es anders und so verbrachte man diverse Tage in den Sommerferien im Keller und malte Bühnenbild oder probte Theater/Tänze oder arbeitete an einem Programmheft (welches übrigens erst eine Woche vor der Premiere fertiggestellt war und dann noch in den Druck musste).

Die beiden Probentage in der Markuskirche und der Geschwister-Scholl-Schule verliefen soweit reibungslos und es wurde doch bemerkt, dass noch einiges an Arbeit vor uns lag. Die Arbeiten an einem riesigen Hintergrund wurden so erst zwei Tage vor der Generalprobe begonnen, was einige Stunden in Anspruch nahm. Das Ergebnis konnte sich aber durchaus sehen lassen. (Bild Bühne mit Backdrop)

Es folgte die Generalprobe auf der Bühne des Bürgerhauses. Naja, wie so eine Generalprobe nunmal läuft. Eigentlich geht alles schief und am nächsten Tag läuft dann doch alles – irgendwie.

So war der 08.09.2013 also gekommen und die Stunden bis zum Einlass waren gezählt. Um kurz vor 18:00 Uhr sammelten sich die ersten Menschen vor den Eingangstüren des Bürgerhauses. Um 18:30 Uhr war schon eine beachtliche Schlange zu erkenne, die auf den Einlass wartete. Kurz darauf öffneten sich die Tore und die gut 550 Zuschauer strömten in die Agora. Punkt 19:00 Uhr kamen die ersten Töne der Band aus den Boxen. Es war Showtime.

Zum Stück: Ein Auftragsmörder wird angeheuert, um nacheinander fünf Personen umzubringen. Nach dem ersten Mord, der mit einem Schnitt durch den dritten Halswirbel ausgeführt wurde, werden die beiden Kommissare Thale und ??? hellhörig. Der superschlaue Gerichtsmediziner gibt zwar die entscheidenden Hinweise, aber die werden von den beiden Kommissaren gekonnte ignoriert. Erst nach den nächsten beiden Morden kommen die beiden etwas weiter voran. Währenddessen erfährt der Auftragsmörder einen Sinneswandel und erklärt dem Auftragsgeber, dass er die letzten beiden Morde nicht mehr begehen wird. Die Auftragsgeberin legt nun also selbst Hand an und lässt die beiden anderen Personen auf dieselbe Art und Weise sterben. Nur leider lässt sie an beiden Tatorten Zigarettenstummel liegen, die die Kommissare auf die richtige Fährte bringen. So erwischen die Kommissare den Auftragsmörder und –geber bei einem Streit bzgl. der Bezahlung. Im Verhörraum gesteht sowohl der Killer als auf die Auftragsgeberin die Tat. Bei diesem Verhör erschießt Kommissar Tahle versehentlich die Auftragsgeberin in dem Moment, als sie erklären will, warum genau diese fünf Personen sterben mussten.

Das Stück wurde begleitete von 21 Rock- und Popsongs, zwei Frauentänzen und einem Männertanz. Nach dem die erste Show erfolgreich über die Bühne gebrachte wurde, wartete noch die zweite Show in der Aula des Schillergymnasiums. Am 27.10.2013 war also die zweite und zugleich auch letzte Möglichkeit, das Stück live auf der Bühne zu sehen. Diese Chance ließen sich viele nicht entgehen und so kam es zu einem ausverkauftem Schillergymansium. Eine vielleicht noch bessere Show lieferten die 40 TEN SINGer ab und konnten mit der gezeigten Leistung mehr als zufrieden sein.

Im Anschluss an die zweite Show ging es zügig zum MiWo nach Osnabrück. In Belm Verthe schlossen wir die Showphase „Im Fadenkreuz – Verheddert bis zum Gehtnichtmehr“ dann endgültig ab und können nun auf ein erfolgreiches, schönes und spannendes Jahr 2012 zurückblicken.